Temperaturkurve

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  • TEMPERATURMESSUNG:

    Um eine Zykluskurve zu erstellen wird jeden Morgen die sogenannte Basaltemperatur (die Grundtemperatur im Ruhezustand) des Körpers ermittelt. Dazu misst man jeden Morgen möglichst zur gleichen Zeit seine Körpertemperatur - direkt nach dem aufwachen und VOR dem Aufstehen. Vor der Messung sollte man mindestens 2-3 Stunden ruhigen Schlaf gehabt haben und keinesfalls aufgestanden sein, damit die Werte nicht verfälscht werden.

    Zum Ermitteln der Basaltemperatur sind sowohl analoge als auch digitale Thermometer geeignet. Es gibt auch spezielle Basal-Termometer deren Skala nur von 35,5°C bis 38°C reicht, aber es ist nicht unbedingt nötig ein solches anzuschaffen. Bei einem digitalen Termometer ist es ideal, wenn es zwei Nachkommastellen hat, da man die Temperatur idealerweise bis aufs halbe Zehntel genau notiert. Auch auf dem analogen Termometer sollte man so genau wie möglich ablesen (halbe Zehntel zu erkennen ist normal aber kein Problem).

    Zu beachten ist jedoch auch unbedingt die MESSDAUER...:

    Mit einem anlaogen Termometer misst man idealerweise 5 Minuten lang, mit digitalen Termometern mindestens bis zum Pips, besser jedoch auch volle 5 Minuten lang.

    ...und der MESSORT:

    Besonders geeignet zum Ermitteln der Basaltemperatur ist die rektale oder die vaginale Messung - beides ergibt sehr exakte Ergebnisse. Weniger exakte Werte ergibt die orale Messung, da die Werte durch das Schlafen mit offenem Mund und ähnliches verfälscht werden können.

    Komplett ungeeignet sind die Messung im Ohr oder auf der Stirn - die Werte die diese Messungen ergeben sind zu ungenau um sie für die Erstellung einer Zykluskurve zu verwenden!

    Die ermittleten Werte werden in einem Kurvenblatt (online oder auf Papier) eingetragen. Anhand des verlaufes der Werte lässt sich sehr genau bestimmen, ob und wann ein ES stattgefunden hat, wann die Mens zu erwarten ist bzw ob eine Schwangerschaft vorliegen könnte.

    Zunächst liegen die Werte im sog. Tieflage-Niveau. Zunächst verläuft die Tieflage häufig noch etwas unruhig, wenn es auf den Eisprung zugeht wird sie aber gewöhnlich deutlich ruhiger. Mit dem ES (bzw kurz danach) steigt die Temperatur dann um einige Zehntel an und liegt dann relativ konstant höher als das Tieflage-Niveau. Diese Phase nennt man Hochlage. Eine gesunde Tieflage dauert im Schnitt 10-16 Tage. Besteht eine Hochlage länger als 18 Tage kann man relativ sicher davon ausgehen, dass eine Schwangerschaft vorliegt.

    BEOBACHTUNG DER KÖRPERSYMPTOME:

    Ergänzt wird die Temperaturbeobachtung in der Zykluskurve von den Beobachtungen der Körpersymptome. Die Wichtigsten Symptome sind der Zervixschleim und der Zustand des Muttermundes.

    SCHLEIMBEOBACHTUNG:

    Der Muttermund (Zervix) sondert den Zyklus über Schleim ab, der hinweise auf die momentane Fruchtbarkeit der Frau gibt. Zum einen gilt es zu beobachten, ob und wie viel Schleim vorhanden ist, zum anderen spielt die Beschaffenheit des Schleims eine wichtige Rolle. Als Faustregel kann man sich merken, je mehr Schleim, je glasiger bzw durchsichtiger und je fadenziehender bzw spinnbarer der Schleim um so näher steht der ES bevor. Kurz nach dem ES geht die Schleimqualität und -quantität dann gewöhnlich stark zurück.

    MUTTERMUNDSBEOBACHTUNG:

    Während der Periode ist der Muttermund leicht geöffnet - das Periodenblut muss ja abfließen können. Danach schließt er sich und wird zu einem harten kleinen Knubbel (vergleichbar mit der Nasenspitze). Bei vielen Frauen ändert sich auch die Höhe in der er zu tasten ist, aber da es dafür keine unumstößlichen Regeln gibt lassen wir das hier mal außen vor. Nähert die Frau sich dem ES wird der Muttermund weicher und öffnet sich. Zum Zeitpunkt des Eisprungs ist er dann ganz Weich (etwa wie die Lippen) und weit geöffnet, um den Spermien den Zugang in die Gebärmutter und somit die Eileitern zu erleichtern. Bei täglichem Tasten sind diese Unterschiede gut zu erkennen. Am besten tastet man einmal täglich um die gleiche Uhrzeit und in der gleichen Position (empfehlenswert ist die tiefe Hocke mit angespanntem Beckenboden) um vergleichbare Werte zu erhalten.

    Am fruchtbarsten sind Sie zwei oder drei Tage bevor die Temperatur ansteigt. Einige Experten glauben, dass Sie ein zusätzliches Zeitfenster von 12 bis 24 Stunden haben, wenn die Temperatur zu klettern begonnen hat. Viele andere Fachleute sagen, dann ist es zu spät.

    "Das Progesteron kann nach dem Eisprung ein oder zwei Tage brauchen, um die Körpertemperatur anzuheben. Aber die Eizelle kann nur 24 Stunden überleben. Somit ist es an diesem Punkt zu spät für eine Befruchtung", sagt die Frauenärztin Tracy Telles von der Stanford Universität in Palo Alto, Kalifornien.

    Ich bin auch der Meinung, dass ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Bei mir ist die Temperatur meistens bereits am nächsten Tag hochgeklettert. Ich hatte aber auch mal Zyklen, da klettertet sie stufenweise und war erst nach 3 Tagen oben. Wenn man zu dem Typ Frau gehört, wo die Tempi erst nach 2 Tagen hochklettert ist das auf jeden Fall zu spät für eine Befruchtung, weil das Ei ja nur 24 Std. lebte. Der Progesteronspiegel regelt das.

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