Spermium

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  • Bau ,Funktion und Lebensdauer eines Spermium
    Bau und Funktion eines Spermium
    Das Spermium des Mannes besteht aus
    • einem Kopfteil, der den haploiden Zellkern und zwischen 2682 und 2886 verschiedene mRNA-Moleküle enthält,
    • einem Mittelstück mit einer Vielzahl von Mitochondrien, die die Energie in Form von ATP-Molekülen für die Fortbewegung liefern,
    • einem beweglichen Schwanzteil mit längsverlaufendem Fibrillensystem aus Mikrotubuli zur Fortbewegung.
    Menschliche Spermien dienen – wie die Spermatozoen der anderen Organismen – der Befruchtung einer weiblichen Eizelle. Sie werden nach ihrer Fertigstellung (Spermatogenese) zunächst im männlichen Nebenhoden gelagert, um von dort aus über den Samenleiter und die Harnröhre bei der Ejakulation während des männlichen Orgasmus ausgestoßen zu werden. Rund 300 Millionen von ihnen landen in der weiblichen Scheide. Von der Scheide aus gelangt nur ein kleiner Teil der Spermien, die zur Befruchtung vorgesehen sind, über den Eileiter zur Eizelle, dem weitaus größeren Teil gelingt der hindernisreiche Weg bis in diese Region nicht oder aber er ist für andere Funktionen vorgesehen (vergl. Spermienkonkurrenz).

    Lebensdauer eines Spermium
    Nach einer Reifungsdauer von etwa 64 Tagen kann ein Spermium bis zu einem Monat im Spermadepot des Mannes überdauern, an der Luft können Spermien je nach Umweltbedingungen (Licht, Temperatur, Feuchtigkeit) bis zu 24 Stunden überleben. Sobald das Ejakulat mit den Spermien trocknet, sterben diese ab. Es kann also keine Befruchtung mehr mittels eingetrockneten Sperma stattfinden.
    In der Vagina sieht die Situation anders aus: Der Zervixschleim, der von dem Gebärmutterhals abgesondert wird, versorgt an den fruchtbaren Tagen der Frau die Spermien mit Nährstoffen wie Zucker und Eiweiß und schafft so optimale Bedingungen unter denen die Spermien 5 Tage, vereinzelt auch 7 Tage, überleben können. An den unfruchtbaren Tagen hingegen hat der Zervixschleim eine feste Konsistenz und versperrt so den Spermien den Zugang zur Gebärmutter. Das Scheidenmilieu ist darüber hinaus an diesen Tagen sauer und ermöglicht den Spermien nur einige Stunden zu überleben. Eine Abweichung vom optimalen, leicht sauren pH-Wert (5,0 - 6,5) kann somit zum spontanen Absterben führen. Die meisten in mechanischen und chemischen Empfängnisverhütungsmethoden verwendeten Spermizide arbeiten auf dieser Basis. Die im Genitalbereich häufig verwendeten pH-neutralen Pflegeprodukte sind somit nicht spermizid und für eine empfängnisverhütende Nachsorge ungeeignet.

    Entscheiden für das Geschlecht des zukünftigen Kindes ist und Bleibt, ob die Eizelle von einem X-Spermium oder eine Y-Spermium befruchtet wird. In Laborversuchen konnte eindeutig festgestellt werden, dass die Y-Spermien schneller schwimmen als das X-Spermium.
    Allerdings werden die Y-Träger schneller müde. Die Theorie, das auf Grund dieser Eigenschaft Jungen zum Zeitpunkt des Eisprungs und Mädchen einige Tage vor dem Eisprung gezeugt werden, wird durch die Arbeit von Anthropologen John Martin untermauert.
    Man konnte beobachten das kurz nach Kriegsende in den Soldatenfamilien häufig mehr Jungen als Mädchen gezeugt wurden. Ähnliches konnte auch in den westlichen Industrieländern beobachtest werden. Es wird spekuliert, das am Anfang einer Ehe oder nach der Heimkehr eines Soldaten von der Front ein Paar häufiger Geschlechtsverkehr hatten, als ein Paar, was schon länger miteinander lebt.
    Im Uterus sind dann die Y-Spermien zu diesem Zeitpunkt des Zyklus in der Überzahl. Wenn in laufe der Ehe die sexuellen Aktivität sinkt, haben die langlebigen X-Spermien einen vorteil.

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