Gelbkörper

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  • Den Gelbkörper stärken
    Eine der häufigsten Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit ist der Mangel an Gelbkörperhormonen, der eine Einnistung der befruchteten Eizelle erschwert und auch für Fehlgeburten verantwortlich sein kann. Leitsymptome sind prämenstruelle Beschwerden wie etwa Brustschwellung, Bauchauftreibung oder Stimmungsschwankungen vor der Regel. Aber auch Schmierblutungen, klumpiges oder fetziges Blut, kurze Zyklen mit weniger als 24 Tagen oder ein treppchenförmiger Temperaturanstieg nach dem Eisprung können auf einen Gelbkörpermangel hindeuten. Naturheilkundlich aufgeschlossene Frauenärzte empfehlen zur Behandlung der Corpus-luteum-Insuffizienz am häufigsten den Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus), der via Hypophyse ein relatives Gleichgewicht zwischen Östrogenen und Gestagenen herstellt und auch das Stresshormon Prolaktin senkt. Eine dreimonatige Kur mit einem Agnus castus-Präparat ist bei vorgenannten Symptomen ratsam (z. B. Agnolyt von Madaus oder Agnucaston von Bionorica). Leider dämpft der Mönchspfeffer auch die Libido, so dass das Liebesleben der Kinderwunschpaare dadurch manchmal zusätzlich belastet wird. Eine gute Alternative ist in solchen Fällen der Frauenmantel (z. B. Alcea Alchemilla Urtinktur 2 x täglich 6 - 7 Tropfen am besten ohne Unterbrechung bis zum Ende der Stillzeit einzunehmen!). Alchemilla, die Allhelferin unter den Frauenkräutern, konnte schon desöfteren schulmedizinische Gestagenpräparate ersetzen. Das Mittel lässt sich ideal kombinieren mit "Melissa / Phosphorus comp., Mischung" von Weleda. Der anthroposophische Komplex, der sich zur Behandlung von Gestagenmangel sehr bewährt hat, enthält unter anderem die Gelbkörper regulierende Pulsatilla und das Organmittel Corpus luteum. Am sinnvollsten ist eine biphasische Einnahme von Melissa/Phosphorus: In der ersten Zyklushälfte, also vom Ausklingen der Regelblutung bis zum Eisprung, zwei Mal täglich 10 bis 15 Tropfen; in der zweiten Zyklushälfte, also vom Eisprung bis zur nächsten Regelblutung, 20 bis 30 Tropfen. Falls eine Schwangerschaft eingetreten ist, sollte man das Mittel keineswegs abrupt absetzen, sondern vielmehr noch eine Zeit lang niedrig dosiert ausschleichen (z. B. 2 x täglich 10 bis 15 Tropfen). Melissa/Phosphorus ergänzt auch ideal eine Konstitutionsbehandlung mit Pulsatilla, die vor allem für eher kindliche Frauentypen mit starkem Kinderwunsch in Frage kommen. Die echten Pulsatilla-Frauen sind eher blond, blauäugig, sanftmütig, nah am Wasser gebaut, wecken im Mann den Beschützerinstinkt und leiden unter allerlei prämenstruellen Beschwerden, vor allem aber unter Brustschwellung, Bauchauftreibung und tränenreichen Stimmungstiefs vor der Regel. Auch Hypophysenschwäche, Weißfluss und Zyklusschwankungen gehören zum Arzneimittelbild der Pulsatilla, die nach Jaap Huibers eines der besten Frauenmittel bei unerfülltem Kinderwunsch ist. Der Anthroposoph beschreibt in seinem Büchlein "Frau sein ... Frau bleiben" eine Pulsatillakur für die Fruchtbarkeit, die innerhalb von drei Monaten "so schwanger wie ein Kamel" machen soll und sich besonders für den zuvor beschriebenen Frauentyp eignet: Am ersten Zyklustag, am besten morgens nüchtern 5 Globuli Pulsatilla D200 im Mund zergehen lassen. Dann erst wieder vom 14. bis 21. Zyklustag einmal täglich 5 Globuli Pulsatilla D12 im Mund zergehen lassen und mit dem Eintreten der Regelblutung am ersten Zyklustag wieder mit der Pulsatilla D200 von vorne beginnen ...


    Gelbkörpertee (Kräuterladen) :preg:
    Frauenmantelkraut 50g
    Keuschlammsamen 50g
    Schafgarbenblüten 30g
    Storchschnabelkraut 40g
    Zitronenmelisse 30g

    Alle Kräuter mischen, 2 TL pro Tasse à 200 ml heiß überbrühen, 10-15 Min. ziehen lassen, abseihen und bei Bedarf im trinkwarmen Zustand mit etwas echtem Bienenhonig süßen; vom Eisprung bis zum Eintritt der Regelblutung (oder bis zum positiven B-Test) zwei bis drei Tassen über den Tag verteilt trinken.

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